Willkommen auf der Homepage des Jugend- und Wahlkreisbüro Haskala. Katharina König-Preuss (MdL) Sprecherin für Antifaschismus, Netzpolitik & Datenschutz der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag

Neonazi-Szene organisiert Unterstützungsaktionen für Terrornetzwerk

Seit dem Auffliegen des „Nationalsozialistischen Untergrund“ aus Jena kam es in Thüringen zu verschiedenen Unterstützungsaktionen der Neonazi-Szene für das NSU-Trio und Personen, gegen die wegen mutmaßlicher Unterstützung ermittelt wird – das geht aus der Beantwortung einer Kleinen Anfrage der Abgeordneten Katharina König, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, hervor. Die Antwort der Landesregierung zeigt, dass es unter anderem Aktionen zum Sammeln von Geld gab. Mehrfach kam es auch zu Solidaritätserklärungen, z.B. durch „Heil Hitler“- und „Es lebe die NSU“-Rufe in einer Erfurter Diskothek. „Mutmaßliche Helfer des mörderischen NSU, speziell der inhaftierte Thüringer Ex-NPD Vizechef Ralf Wohlleben aus Jena, erhalten schwerpunktmäßig von Neonazis aus Saalfeld und Umgebung die meiste Unterstützung“ konstatiert die LINKE-Abgeordnete. So listet die Landesregierung auf, dass ein Saalfelder Neonazi im März 2012 mit einem Rechtsrockkonzert Gelder für NSU-Verdächtige bzw. inhaftierte Unterstützer sammeln wollte.

Das Konzert wurde verhindert und man erteilte 67 Platzverweise. Ein anderer Unterstützer, ebenfalls aus dem Saalfelder Raum stammend, initiierte auf Facebook eine Solidaritätskampagne, welcher sich auch Funktionäre der Thüringer NPD anschlossen.Aus dem gleichen Kreis wurde Mitte Februar 2012 eine verschleierte Geburtstagsannonce für den wegen Beihilfe zum Mord beschuldigten Wohlleben in mehreren Thüringer Tageszeitungen lanciert. Der Abgeordneten der Linksfraktion liegen darüber hinaus Informationen vor, dass der in der JVA Tonna inhaftierte Neonazi durch den Verkauf von Rechtsrock-CDs und T-Shirts über das Internet unterstützt wird.

„Hier wird erneut deutlich, dass wir es nicht mit rechten Einzeltätern oder isolierten Kleinstgruppen zu tun haben, sondern dass es damals wie heute immer auch ein entsprechendes Unterstützernetzwerk in der Neonaziszene gibt, das den Akteuren logistisch, finanziell oder auch in Form von Gefangenenhilfe unter die Arme greift“, so die Landtagsabgeordnete abschließend.

Die Antwort zur Kleinen Anfrage gibt es hier zum Download.

Ergänzung: Auch Spiegel Online berichtet unter dem Titel „Rechte Szene macht Stimmung für Wohlleben“ zum Thema.

September 4th, 2012 Tags: , , , 4 Kommentare

[…] ein V-Mann des Staates? Wie soll denn damit die Neonazi-Szene umgehen, die für ihn tapfer Konzerte, Geldsammlungen und eine Soli-Kampagne organisierte? Hier schon mal als Vorschlag ein zeitgemäßeres Layout. […]

[…] neue Jahr hat gerade begonnen, da planen Thüringer Neonazis aus dem Unterstützer-Umfeld von NSU-Helfer Ralf Wohlleben das nächste Rechtsrock-Festival mit mehreren Hundert Teilnehmern […]

[…] Veranstaltungen “Das neue Jahr hat gerade begonnen, da planen Thüringer Neonazis aus dem Unterstützer-Umfeld von NSU-Helfer Ralf Wohlleben das nächste Rechtsrock-Festival mit mehreren Hundert Teilnehmern […]

[…] und Grußbotschaften für Wohlleben in einer Lokalzeitung auf (siehe weitere Artikel auf Haskala 1, 2, 3 , 4  und 5). Interessant ist der Besuch von D. auch deswegen, weil er potentiell auch als […]


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