Kleine Anfrage: Extrem rechte Jugendgruppen in Thüringen

Katharina König-Preuss stellt regelmäßig kleine Anfragen zu verschiedenen Themen. Darunter auch die Kleine Anfrage zu extrem rechten Jugendgruppen in Thüringen.

 

In den letzten Jahren haben sich einige zumeist stark fluktuierende neue extrem rechte beziehungsweise
neonazistische Jugendgruppen, wie etwa die Geraer „Gersche Jugend“ (mittlerweile weitestgehend aufgelöst), die „Rechtsjugend Gotha“, „Eichsfeld Revolte“, „Kahla Kollektiv“ oder die bundesweite „Letzte Verteidigungswelle“ mit Thüringer Mitgliedern, gegründet. Außerdem haben bereits länger bestehende neonazistische Thüringer Parteijugenden, wie die „Jungen Nationalisten“ und die „Nationalrevolutionäre Jugend“,
zwischenzeitlich Mitgliederzuwächse verzeichnet. Darüber hinaus haben einige der Jugendgruppen keinen eigenen Namen, sondern funktionieren eher cliquenhaft. Die neonazistischen Jugendgruppen und -cliquen eint eine hohe Gewaltbereitschaft und häufig sehr offen zur Schau gestellter neonazistischer Social
Media Content. Das zeigt sich insbesondere an der „Letzten Verteidigungswelle“, deren Mitglieder aktuell
wegen Verdacht auf eine terroristische Vereinigung vor Gericht stehen. Gegen mutmaßliche Unterstützter
der Gruppe wird zudem ermittelt, weil sie im Januar 2026 versucht haben sollen, in Saalfeld einen Brandanschlag auf das Kulturzentrum Schlossberg zu verüben.

 

Die Antwort der Landesregierung auf die Fragen findet ihr hier: PDF

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