Willkommen auf der Homepage des Jugend- und Wahlkreisbüro Haskala. Katharina König-Preuss (MdL) Sprecherin für Antifaschismus, Netzpolitik & Datenschutz der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag

Neonazis festgenommen. Offenbar Brandanschlag verhindert

Staatsschützer der Saalfelder Polizei haben offenbar einen Brandanschlag auf die Landtagsabgeordnete der Linken, Katharina König, verhindert. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera bestätigte Informationen des MDR THÜRINGEN, wonach gegen zwei Männer und eine Frau aus der Neonaziszene ermittelt wird. Sie sollen zu einer militanten rechtsextremen Zelle aus dem Raum Kahla-Pößneck-Jena gehören. Im Juli sollen sie geplant haben, mit Brandbeschleunigern einen Anschlag auf einen Bus zu verüben, der von der Abgeordneten regelmäßig genutzt wird.

Racheakt vermutet

Die Fahnder vermuten, dass es sich bei dem geplanten Anschlag um einen Racheakt handelte. Kurz nach der rechten Veranstaltung „Rock für Deutschland“ in Gera im Juli war es in Jena und Pößneck zu mehreren gewaltsamen Übergriffen von Linksextremisten auf Rechte gekommen. In der Neonaziszene sei offenbar König für die Aktionen mitverantwortlich gemacht worden. Der Anschlag konnte nach Angaben der Staatsanwaltschaft vereitelt werden. Die drei Verdächtigen seien gestellt worden, man habe bei ihnen Brandbeschleuniger sowie Sturmhauben und Schutzhandschuhe gefunden.
„Braunes Haus“ der Rechten wird in Jena geräumt.
Auch die Durchsuchung des „Braunen Hauses“ Anfang September in Jena stand in Zusammenhang mit dem Brandanschlag.
Verbindung zur Durchsuchung des „Braunen Hauses“

Die beiden verdächtigen Männer kamen wieder auf freien Fuß, wurden aber weiter überwacht und schließlich am vergangenen Wochenende im Jenaer Neonazitreff „Braunes Haus“ erneut festgenommen. An diesem Abend waren sie mit zwei weiteren Angehörigen der Neonaziszene von einem Kameradschaftsabend aus Westsachsen gekommen, auf dem der Chef der militanten rechtsextremen „Wehrsportgruppe Hoffmann“ aus den 1970er- und 80er-Jahren, Karl-Heinz Hoffman aufgetreten war. Bei einem abgehörten Telefongespräch war unter anderem von „C4“ und „Gebrauchsanleitung“ die Rede gewesen. Die Fahnder vermuteten, dass es sich bei „C4“ um den gleichnamigen Plastiksprengstoff handeln könnte und beantragten daraufhin die Durchsuchung des „braunen Hauses“.

Bei der Durchsuchung war kein Sprengstoff gefunden worden. Nach Informationen des MDR hatte allerdings bei der Untersuchung eines beschlagnahmten Autos ein Sprengstoffhund angeschlagen. Das Fahrzeug wird derzeit von Kriminaltechnikern des Thüringer LKA untersucht.

Quelle: MDR Radio

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2010, 15:26 Ur

September 17th, 2010 Tags: , , , , 0 Kommentare


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