Willkommen auf der Homepage des Jugend- und Wahlkreisbüro Haskala. Katharina König-Preuss (MdL) Sprecherin für Antifaschismus, Netzpolitik & Datenschutz der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag

Genug der Erklaerungen

Es besteht keine Notwendigkeit, erneut die antisemitischen Vorfälle aufzuzählen, erneut das Essay der Autoren Samuel Salzborn und Sebastian Voigt zum „Antisemitismus in der Linkspartei“ zu benennen, erneut die Aktuelle Stunde im Bundestag zu interpretieren, erneut Erklärungen zu verabschieden.

All dies ist hinreichend geschehen.

Aber es besteht die Notwendigkeit zur Klarheit. Klarheit, die nicht endet auf papiernen Beschlüssen, sondern spätestens dort beginnt. Voraussetzung dafür ist allerdings die Klarheit der Position.

Diese endet – sofern vorhanden – scheinbar auf dem Papier.

Wenn die Behauptung, der ich zustimme, dass zum Bestandteil LINKER Grundpositionen gehört, gegen jede Form von Antisemitismus in der Gesellschaft vorzugehen stimmt, müssen Beschlüsse eindeutiger formuliert werden und der Beschlusslage „Kein Platz für Antisemitismus“ konsequentes Handeln folgen.

Konsequentes Handeln – auch und gerade in der LINKEn – gegen jeden Antisemitismus.

Mai 31st, 2011 Tags: , , 6 Kommentare

Korrekt und auf den Punkt gebracht! Shalom und viele Grüße. Ines

Ich kann nicht erkennen, dass hier etwas auf den Punkt gebracht wurde. Wie soll denn das konsequente Handeln aussehen?

Broder hat die Grundzüge linken, westlichen, Antisemitismus (aufgrund seiner längeren Lebenserfahrung) noch deutlicher herausarbeiten können. Er bezieht sich heute auf die Entebbe-Entführung (http://www.welt.de/kultur/article13404755/Abschied-vom-Club-der-toten-deutschen-Seelen.html):

“Kurz nach der erzwungenen Landung in Entebbe/Uganda wurden die nichtjüdischen Passagiere freigelassen, die jüdischen als Geiseln gefangen genommen. Wobei die deutschen “Genossen” ihren palästinensischen Freunden halfen, indem sie anhand der Namen in den Pässen die Juden von den Nichtjuden separierten. Es war die erste “Selektion” nach 1945.”

Die beteiligten “Revolutionären Zellen” schrieben anlässlich ihrer Selbstauflösung 1991:

“Vergessen waren die Sätze, die Ulrike Meinhof knapp zehn Jahre zuvor aus Anlaß des Sechs- Tages- Krieges geschrieben hatte: “Es gibt für die europäische Linke keinen Grund, ihre Solidarität mit den Verfolgten aufzugeben, sie reicht in die Gegenwart hinein und schließt den Staat Israel mit ein.”…. Die legitime und notwendige Kritik an der israelischen Besatzungspolitik sowie die selbstverständliche Solidarität mit dem Widerstand der Palästinenser war umgeschlagen in die Bereitschaft, jüdische Passagiere gleich welcher Staatsangehörigkeit für den Terror und die Grausamkeiten des israelischen Regimes haftbar zu machen und damit sozialrevolutionäre Maßstäbe gegen die der Sippenhaft einzutauschen. Das Ausmaß an historischer Amnesie und moralischer Desintegration, das in dieser Bereitschaft zum Ausdruck kommt, ist die schwerste Hypothek, mit der unsere Geschichte belastet ist.” http://www.freilassung.de/div/texte/rz/zorn/Zorn04.htm

Das Ausmaß an historischer Amnesie und moralischer Desintegration, das heute in der LINKE bezüglich der PalästinabefreierInnen zum Ausdruck kommt, ist die schwerste Hypothek, mit der LINKE belastet ist. Wenn nicht endlich Parteiausschlussverfahren wenigstens angestrengt werden, bleibt nur noch, DIE LINKE ebenso konsequent zu bekämpfen wie die NPD.

“Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.” (Karl Marx, Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte)

Diplomsozialpädagogin | MdL | Sprecherin für Jugendpolitik und Antifa der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag

steht in Deiner Twitterbio. hmm, mal ganz doof gefragt: was machst Du in dieser Partei? System von Innen zerstören?

(ja, ich meine die Frage ernst; die Einstellung der Linkspartei gegenüber Israel und dem „nahost-Konflikt“ ist doch seit Jahren eindeutig. und nun die Antisemitismus-Vorwürfe etc. pp)??

Ich find es auf den Punkt gebracht.
Das ist halt Logik.
Wenn in der Linken kein Platz für Antisemitismus ist, dann bedeutet die hier geforderte Konsequenz: Antisemiten raus aus der Linken.
so versteh ich die Forderung.

Wenn sich jeder zum internationalen Völkerrecht bekennen würde, wäre man ein großes Stück weiter.Dies Einzuhalten ist ein ein großes Ziel. Ich weiß nicht warum man ein erneutes Positions-Papier braucht, gegen Antisemitismus. Warum diese Differenzierung? Menschenrechte solten für alle gleich sein… Warum dieser besondere Israel-Status? Gilt für diesen Staat kein internationales Recht? Wo sind die Grenzen? Ich sehe sie in 1967, wie auch die vielen UN-Resolutionen…ich finde auch, es ist genug der Erklärungen Ich kann kenen Mangel an Klarheit erkennen, möchte aber auf die Declaration of Human Rights verweisen, die ist für mich eindeutig.“ Linke“ die dies ignorieren , sind in der falschen Partei, sie treten Menschenrechten mit Füßen für eine Ideologie – Zionismus ist menschenverachten und rassitisch.
Direkte Frage, was zählt die Menschenrechtserklärung für sie? Sie wude 1948 unterschrieben,ich kann mich irren, es waren über 160 Staaten, einer davon war Israel.


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