Veranstaltung: Rechte Terrornetzwerke in Deutschland

Der Prozess gegen die rechtsterroristische Gruppierung „Nationalsozialistischer Untergrund“ wurde im Juli 2018 beendet. Der zweite Thüringer Untersuchungsausschuss zum -Komplex legte Ende September 2019 seinen Abschlussbericht vor. Bereits der erste Abschlussbericht sorgte bundesweit für Aufregung: Der „Verdacht gezielter Sabotage“ kann laut den Mitgliedern des Ausschusses nicht ausgeschlossen werden. Im Abschlussbericht 2019 wird nun festgehalten, dass die rassistische Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrund hätte verhindert werden können, wenn alle den Sicherheitsbehörden vorliegenden Informationen zum untergetauchten Kerntrio richtig ausgewertet, analysiert und zusammengefasst worden wären.

Seit mehreren Jahren wird immer häufiger die Existenz weiterer rechtsterroristischer Strukturen in Deutschland bekannt: von „“ über die „Gruppe Freital“ bis hin zu rechten Strukturen in Polizei und Bundeswehr. Übergriffe und Drohungen aus der rechten Szene häufen sich, die Ermordung Walter Lübckes im Juli 2019 schockierte weite Teile der Gesellschaft. Durch organisierte Neonazi-Netzwerke und sogenannte Gelegenheitstäter*innen steigt die Gefahr weiterer Eskalation auch weiterhin. Ausgehend von der gesellschaftlichen Entwicklung fühlen sie sich legitimiert, ihre völkischen Wahnvorstellungen mit Gewalt und Terror durchzusetzen.

Zum Stand der Aufklärung des NSU-Komplexes sowie zur aktuellen Gefahr durch Strukturen der rechten Szene sprechen am Freitag, den 11. Oktober 2019 ab 18:30 Uhr im K*Star (Brudergasse 10) in Saalfeld:

– Seda Başay-Yıldız, Nebenklageanwältin im NSU-Prozess
– Katharina König-Preuss, Mitglied im Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss
– Moderation: Axel Hemmerling, Journalist

Der Eintritt ist frei.

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind von der Personen ausgeschlossen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind.

 

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