Solidarität mit den Flüchtlingen in Greiz – Protest gegen Nazidemo am 11.10.

refugeesHellersdorfer Zustände in der ostthüringischen Provinz: zumindest wünschen sich dies lokale Nazis, die sich seit über vier Wochen in einer sogenannten „Bürgerinitiative“ organisieren und gegen ein neues Wohnheim für Flüchtlinge in mobil machen. Nun wurde bekannt, dass für diese Woche Freitag, dem 11.10., ab 18 Uhr eine Nazidemo in der Greizer Innenstadt angemeldet ist. Gegenproteste sind bereits in Vorbereitung, so hat u.a. die Initiative „ mit den Flüchtlingen in Greiz“ eine Kundgebung ebenso ab 18 Uhr auf dem örtlichen Marktplatz angemeldet. Infos: Vogtlandspiegel und Indymedia.

der Initiative Initiative „Solidarität mit den Flüchtlingen in Greiz“:

Immer wieder Freitags – Rassistische Hetze in Greiz

Seit mehreren Wochen schon macht eine sogenannte Bürgerinitiative angeführt von stadtbekannten Rechtsradikalen jeden Freitag mobil gegen eine Flüchtlingsunterkunft am Zaschberg in Greiz-Pohlitz. Auch am 11. Oktober 2013 ruft diese sogenannte Bürgerinitiative zu Kundgebung und auf. Mit rassistischer Hetze, mit der Bedienung von Ressentiments und Vorurteilen, mit dem gezielten Spiel mit den Ängsten der Bevölkerung versuchen rechte Kräfte ihre verquere Weltsicht zu verankern. Neu ist, dass die rechte diesmal nicht in der Nähe der Unterkunft, sondern auf dem Markt in Greiz beginnen soll.

Wir werden diesem Treiben jetzt und in den kommenden Wochen entschieden entgegentreten.

Darüber hinaus sind wir sehr erschrocken und traurig wegen der Ereignisse, die sich in diesen Tagen vor der Mittelmeerinsel Lampedusa abgespielt haben. Hunderte Flüchtlinge verloren ihr Leben auf dem Weg nach Europa und die Verantwortung dafür liegt in unseren Augen bei der verfehlten Asylpolitik der gesamten . Es ist zu begrüßen, dass nun eine öffentliche Debatte über die restriktive Asylgesetzgebung in den Mitgliedsstaaten in Gang kommt. Auch im Greiz ist die Asylpolitik kritikwürdig, insbesondere da im Rahmen der bestehenden Gesetze durchaus Spielräume vorhanden sind, diese aber nicht genutzt werden.

Wir fordern von den zuständigen Behörden des Landkreises Greiz endlich aktive Öffentlichkeitsarbeit für die Flüchtlinge und gegen die rechten Hetzer, statt weiterem Schweigen. Außerdem fordern wir eine humanitäre und integrative Flüchtlingspolitik, die durch die Nutzung der in der Gesetzgebung in bestehenden Spielräume möglich ist!
Das heißt konkret:

– dezentrale Unterbringung statt Sammelunterkünfte!
– Geldleistungen statt Gutscheine!

Wir können nicht zulassen, dass verschiedene soziale Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. Die Politik in der Stadt Greiz, im Landkreis und auch auf Landesebene ist genauso gefordert, wie alle Vereine, Initiativen und letztlich jeder einzelne Bürger.
Lasst uns gemeinsam zeigen, dass Greiz eine offene und tolerante Stadt ist. Lasst uns zeigen, dass wir uns nicht vor den Karren von Rassisten spannen lassen. Lasst uns zeigen, dass eine bessere Asylpolitik auch in Greiz möglich ist. Lasst uns zusammen stehen für Menschlichkeit und Toleranz!

Freitag, 11.10.13 – 18 Uhr – Markt, Greiz

Initiative „Solidarität mit den Flüchtlingen in Greiz“ “

In einigen Orten gibt es einen Zugtreffpunkt zur gemeinsamen Anreise, in z.B. 15:23 Uhr ab Jena West.

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