Dringlichkeitsanfrage: Geplante Auftritte der Rechtsrock-Band „Amok“ in einer Immobilie der rechten Szene in Brattendorf im März 2026

Katharina König-Preuss stellt regelmäßig kleine Anfragen zu verschiedenen Themen. Darunter auch die Kleine Anfrage zu geplanten Auftritten der Rechtsrock-Band „Amok“ in einer Immobilie der rechten Szene in Brattendorf im März 2026. In diesem Fall sogar als Dringlichkeitsanfrage.

 

Für die der extrem rechten Szene zugerechnete Immobilie „Afrikakorps-Bar“ in Brattendorf (Ortsteil der Gemeinde Auengrund im Landkreis Hildburghausen) werden für den 13., 14. und 15. März 2026 Auftritte der
Neonazi-Band „Amok“ beworben und über einen Ticketshop Tickets vertrieben. Die Band „Amok“ wird der
gewaltbereiten extrem rechten Szene zugeordnet und steht dem in der Bundesrepublik Deutschland verbotenen Netzwerk „Blood & Honour” nahe. Bandmitglieder wurden unter anderem wegen Bedrohung, Verstößen gegen das Waffengesetz sowie Verstößen gegen die Schweizer Rassismus-Strafnorm verurteilt. Zudem
sind mehrere Tonträger der Band indiziert. Medienberichten zufolge geht auch die Staatsanwaltschaft Gera
davon aus, dass der Frontmann und Sänger der Band „Amok“ zugleich Sänger der Band „Erschiessungskommando“ ist, die Mordaufrufe und Tötungsfantasien unter anderem gegen Jüdinnen und Juden sowie politisch aktive Menschen aus Thüringen in Liedform verbreitet. Nach meiner Kenntnis sollen Veranstaltungen
in der genannten Immobilie in der Vergangenheit teils langfristig im Voraus unter Auflagen genehmigt worden sein. Dabei soll wiederholt die Auflage „maximal 40 Personen“ durch mehrtägige Konzertanmeldungen
umgangen werden, um dreistellige Teilnehmerzahlen zu generieren und mehr Gewinn abzuschöpfen. Für
die „Amok“-Veranstaltungen in Brattendorf sind mehrere Tausend Euro Umsatz zu erwarten.

 

Die Antwort der Landesregierung auf die Fragen findet ihr hier: PDF

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