Auch in Saalfeld-Rudolstadt: Coronaproteste unter der Führung von organisierten Nazis

Die Spitze des Demonstrationszuges am 10.01.22 in
„Die unangemeldeten Demonstrationen sogenannter Querdenkerinnen und werden auch im Landkreis zunehmend von offensichtlichen Neonazis angeführt“ warnt Katharina König-Preuss, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag und Abgeordnete für den Wahlkreis Saalfeld-Rudolstadt, „das zeigte sich auch letzten Montag in Rudolstadt, bei dem Anhänger der Neonazi-Gruppe ‚‘ den Aufmarsch der Maßnahmengegnerinnen und -gegner anführten. Sie inszenierten sich dabei militant, mit Fackeln und offen getragenem Logo ihrer Gruppe.“ Die Nazi-Gruppe ‚Neue Stärke‘ ist bisher aus Erfurt und Gera und versucht derzeit auch bundesweit Fuß zu fassen. Sie meldete diesen Montag nun auch einen Ableger im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt zu gründen.

Die Proteste gegen die Coronamaßnahmen waren von Anfang an ein Betätigungsfeld von Neonazis, die dort einerseits ihre eigene Gegnerschaft zu staatlichen Maßnahmen und Impfungen artikulieren, andererseits aber versuchen, die Proteste zu radikalisieren und als Rekrutierungsfeld zu nutzen. „Die häufiger werdenden Angriffe auf Polizeibeamte, Pressevertreter*innen und Gegendemonstrierende zeigen, dass die Bemühungen der Früchte tragen“, so die Abgeordnete.

Jetzt noch davon zu sprechen, dass es sich bei diesen Demonstrationen um bunt gemischte, bürgerliche Versammlungen halte, verharmlost nicht nur die Gefahr, die von diesen Demonstrationen ausgeht, sondern spielt den Nazis direkt in die Hände. „Bei den Protesten gegen die Coronamaßnahmen zeigt sich erneut, wie die Arbeitsteilung zwischen Neonazis und der auf der Straße, im Parlament und den sozialen Medien funktioniert“, beobachtet König-Preuss und betont, dass die Mehrheit der Thüringerinnen und Thüringer durch Impfen, Kontaktreduzierung und Hygienemaßnahmen tagtäglich für ein solidarisches Miteinander in der Pandemie einsteht.

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