Vergangene Woche stellte sich Beate Zschäpe aus Jena der Polizei. 1998 tauchte sie und zwei andere Rechtsextremisten nach einer Razzia in Jena unter. Sie wurden in Zusammenhang mit einem Bombenkoffer der auf den Theaterplatz abgestellt wurde als Tatverdächtige gesucht. Sie, wie auch Uwe Böhnhardt und Mondlos, waren aktive Kader in der Naziorganisation “Thüringer Heimatschutz” und auch nach ihrem Verschwinden sollen sie noch Kontakte in die rechte Szene gehabt haben. Freunde aus der Jenaer Kameradschaft sollen sie so mit Geld und versorgt haben.
Weitere Informationen:
“Jenaer Notizen”: Michael Ebenau über Nazistrukturen in Ostthüringen (aus dem Jahr 2000)
“Die Extreme Rechte in Thüringen”
Über den “Thüringer Heimatschutz”, siehe auch Wikipedia Eintrag
Presse (Auszüge):
Themenseite bei Spiegel Online
“Chronik. Skandale um um die V-Männer” Thüringer Allgemeine, 14.11.2011
“Die mögliche Verbindung der Täter zum Geheimdienst” Welt Online, 13.11.2011
“Leicht verdientes Geld”, Jungle World, 2001
“Exekution als Heimatschutz” Publikative.org, 11.11.2011


Der bekannte Komödiant Mario Barth erwirkt eine Unterlassung gegen den Jugendverband Linksjugend [’solid] Mecklenburg-Vorpommern; Grund ist das hier abgebildete Aufkleber-Motiv. Die aktuellsten rechtlichen Entwicklungen findet ihr unter 

Mit dem Ziel, die unverkennbar rassistische Gesetzgebung gegenüber Flüchtlingen und Migrant_innen öffentlich anzugreifen, hat sich in Thüringen ein Netzwerk geformt, bestehend aus Flüchtlingsselbstorganisationen, Antira-Aktivist_innen und -Gruppen, Flüchtlingen und Unterstützer_innen. Das „Break Isolation!“-Netzwerk versteht sich als offener Zusammenschluss, der im Wissen um den nicht vorhandenen Willen nach Veränderungen von Seiten politischer Entscheidungsträger dem Prinzip der Autonomie folgt. “Wir glauben längst nur noch an uns selbst, unsere Solidarität, unsere physische Präsenz, an die Kräfte der Selbstbefreiung und Selbstermächtigung” heist es aus dem Bündnis. Der erfolgreiche Kampf für die Schließung der Isolationslager in den letzten drei Jahren in Katzhütte, Gehlberg, Apolda/Strobaerstraße und jüngst Gangloffsömmern sowie das Medienecho auf die vergangenen Aktivitäten durch die aktive und beständige Teilnahme in Kampagnen, Kundgebungen und Demonstrationen wie zuletzt in Meiningen und Zella-Mehlis zeige schließlich auch eine gewisse Stärke. Das Netzwerk läd dazu ein, den Kampf der Flüchtlinge gegen die staatlich verordnete Unterdrückung und Diskriminierung zu unterstützen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken, ihre Forderungen zu bekräftigen. Die nächste größere Gelegenheit dazu findet am 22. Oktober 2011 bei einer Demonstration in Erfurt statt. Mehr Infos
Im September 1991 kam es im sächsischen Hoyerswerda tagelang zu Angriffen auf Wohnheime von AsylbewerberInnen und GastarbeiterInnen. Ein Mob von Neonazis und BürgerInnen terrorisierte die BewohnerInnen der beiden Heime, bis schließlich eine Evakuierung nötig war. Die Sicherheit der in Hoyerswerda lebenden MigrantInnen war nicht mehr gewährleistet. Dieses erste rassistische Pogrom nach 1945 war der Auftakt einer ganzen Reihe von Übergriffen, u.a. in Rostock, Mölln und Solingen, bei denen mehrere Menschen mit Migrationshintergrund getötet wurden – dies konnten auch die Lichterketten empörter BürgerInnen nicht verhindern. 
Wie der MDR heute 














